| » Geschichte der Aacher Jugendfeuerwehr |
| Nachfolgend die Geschichte der JF Aach, zusammengefasst vom damaligen JW Fritz Hengefeld zum 20-jährigen Jubiläum der JF im Jahre 2001. Beginnend mit der Gründung der Jugendfeuerwehren Deutschlands in Berlin am 31.Oktober 1964 bemerkte auch die Aacher Feuerwehr vor rund 20-Jahren den Grund der Entstehung dieser Institution. Nachwuchssorgen für den Erhalt der Freiwilligen Feuerwehr waren der Grund in der Generalversammlung am 14.03.1981 im Gasthaus Jägermühle den Entschluss zu fassen in Aach eine Jugendfeuerwehr zu gründen. Unter großem Beifall stellte sich Klaus Huber zur Verfügung, dieses Amt zu übernehmen. Schon zu dieser Zeit sicherte Bürgermeister Pirmin Späth seine Unterstützung und Mithilfe zu, was sich dankbarer Weise bis zum heutigen Tage nicht geändert hat. Am 16.04.1981 war es dann endlich so weit. Nach dem die Aacher Jugend zu einem Informationsgespräch von Löschmeister Klaus Huber, Kommandant Fritz Schwarz und Bürgermeister Pirmin Späth eingeladen wurde, folgten 32 Jugendliche diesem Aufruf. Zu diesem Zeitpunkt „so berichtete mir Klaus Huber“ gab es leider noch nicht eine so gut funktionierende und organisierte Kreis Jugendfeuerwehr wie wir sie heute kennen. Ausgearbeitetes Lehrmaterial, Aufbau von Proben mit Jugendlichen, so ziemlich den ganzen Ablauf und Aufbau habe man sich zur Gründungszeit selber ausgedacht und organisiert. Den ein oder anderen Rat holte man sich auch mal bei einer der anderen Jugendfeuerwehren. Am 06.05.1981 kamen dann anfangs 24 Jugendliche zur ersten Probe der Jugendfeuerwehr Stadt Aach. Unter der Leitung von Löschmeister Klaus Huber und Löschmeister Josef Wiehl „ dem ich an dieser Stelle stellvertretend für die Aacher Jugendfeuerwehr nochmals herzlichst für seine Unterstützung danken möchte“ wurde von den Jugendlichen Klaus Schroff zu ihrem Sprecher und Jugendleiter ernannt. In heller Vorfreude im Sommer die ersten Uniformen zu bekommen, entwarf man den erste Probeplan der ein 14-Tägiges zusammenkommen mit einer Probendauer von 1,5 – 2,0 Stunden beinhaltete. Dass der Wissensdrang anderen Mitmenschen zu helfen der Jugendfeuerwehr nicht nur dem Feuerwehr technischen Dienst gilt, lässt sich aus dem Berichtsheft der Freiwilligen Feuerwehr entnehmen. So geschehen am 29.10.1981. Ein von Richard Kempf angebotener 16-Stündiger Rot- Kreuz- Kurs wurde von der Aktiven Wehr nur sehr spärlich besucht. Die Jugendfeuerwehr war hingegen mit 5 Teilnehmern weit in der Überzahl. Trotz alle dem hat sich an der Zusammenarbeit zwischen dem DRK, der FFW und der Jugendfeuerwehr bis Dato nichts geändert. Auch heute noch nimmt die Jugendfeuerwehr gerne und mit großem Interesse an den im Probeplan angebotenen Rot Kreuz Stunden teil. Für die stets angebotene Unterstützung möchte ich mir hier nochmals recht herzlich beim DRK besonders aber bei Herrn Richard Kempf für seine fachlich interessanten Lehrstunden in der Jugendfeuerwehr bedanken. Am 15.05.1982 konnte die Aacher Jugendfeuerwehr voller stolz berichten, das 9 Mitglieder der Jugendfeuerwehr am Kreisfeuerwehrtag in Eigeltingen ihr erstes Abzeichen erfolgreich erworben haben. Zur Jugendfeuerwehr Eigeltingen stellte sich im Verlauf der Jahre ein besonders enges Verhältnis ein. Seit nunmehr fast 10 Jahren treffen sich zu Jahresbeginn die Eigeltingener und die Aacher Jugendfeuerwehr zu einem Vergleichskegeln. Diese enge Verbundenheit zueinander haben wir zum größten Teil unserem treuen Kameraden Anton Tress zu verdanken. Nicht nur die Treue zu unseren Kameraden aus Eigeltingen soll an dieser Stelle erwähnt werden. Der Unterabschnitt Aachtal ist der wohl am besten funktionierende und zusammenarbeitende Unterabschnitt im Landkreis Konstanz. Dieses hat schon längere Vergangenheit. Lange bevor die meisten ansässigen Jugendfeuerwehren gegründet wurden gab es das FÄHNLEIN DER AUFRECHTEN 7
Die Feuerwehren
Volkertshausen,
Eigeltingen,
Aach,
Orsingen, Mühlhausen, Ehingen,
Nenzingen
Irgendwann wurde der Name AACHTALMAFIA dann von der Jugendfeuerwehr aufgegriffen und weitergeführt. An dem Zusammenhalt und der Offenheit in der Aachtalmafia hat sich bis heute nichts geändert. Das der Andrang auf etwas neues immer stärker ist als das Resultat was nachher den Harten Kern auszeichnet, lässt sich aus dem Berichtsheft vom 01.03.1986 entnehmen wo zu diesem Zeitpunkt nur noch 12 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr geführt sind. Im Verlauf der Jahre pendelte sich dann trotzdem eine Durchschnittliche Mitgliederzahl von ca. 20 Jungen ein. Dieses hat sich erst dieses Jahr geändert, da sich unsere Jugendfeuerwehr durchgesetzt hat auch das STARKE GESCHLECHT in den Feuerwehrtechnischen Dienst einzuweisen. In der Generalversammlung vom März 2003 wurde Corinna Hengefeld als erste Frau in die Aacher Freiwillige Feuerwehr aufgenommen, die seit Ihrer Aufnahme gleichzeitig in der Jugendfeuerwehr als Jugendleiterin fungiert und die ersten 2 Mädchen mit betreut. Die Aufnahme des Weiblichen Geschlechts in die Freiwilligen Feuerwehren scheint nicht allerorts so unproblematisch zu sein wie es sich in der Vergangenheit zeigte. Trotz alle dem sollte dieses Potential nicht unterschätz werden, da die männlichen Kameraden der Feuerwehr leider immer mehr Ihren Arbeitsplatz außerhalb Ihrer Heimatgemeinde finden und so mit im Ernstfall einen längeren Anfahrtsweg zum Gerätehaus haben, viele Frauen aber die meiste Zeit des Tages zuhause anzutreffen sind. In den vergangenen 20 Jahren der Aacher Jugendfeuerwehr haben wir rund 100 Mitglieder gehabt. Das diese der Aacher Feuerwehr nicht alle erhalten geblieben sind, versteht sich von selbst. Mit Stolz kann ich aber berichten, dass von momentan 40 aktiven Kameraden rund 30 aus der Jugendfeuerwehr hervorgehen. Auch zahlreich andere Kameraden haben an Ihrem neuen Wohnort oder Arbeitsplatz Anschluss an die dortige Wehr gefunden. Zur Gründungszeit der Aacher Jugendfeuerwehr gab es im Landkreis Konstanz bereits 19 Jugendfeuerwehren mit insgesamt 390 Mitgliedern, davon 31 Mädchen. In Deutschland Gesamt 96.644. Mit Freude konnte man im laufe der Jahre eine stets steigende Mitgliederzahl verzeichnen. Bereits 10 Jahre später führte der Landkreis Konstanz 26 Jugendfeuerwehren mit insgesamt 505 Mitgliedern. In Deutschland Gesamt 128.956 .Der aktuelle Stand zum Jahreswechsel 2000 verzeichnet momentan schon 33 Jugendfeuerwehren mit 726 Mitgliedern. Auf die gesamte Bundesrepublik verteilen sich bis Dato ¼Millionen Mitglieder in 16.670 Gruppen. Diese Zahlen lassen schon erahnen, dass der Nachwuchs für die aktiven Wehren in den Startlöchern steht um die Arbeit der in den Ruhestand gehenden Kameraden zu übernehmen. Dies soll aber nicht bedeuten, dass wir einen Gang zurück schalten oder unser Interesse und unsere Freizeit vermehrt anderen Dingen zuwenden sollen. Eine gute Ernte kann nur durch regelmäßige Pflege und Betreuung gute Früchte tragen. Leider stellen sich dieser Aufgabe immer wieder neue Probleme, wie unter anderem Jugendleiter zu finden, die sich bereit erklären sich dieser Aufgabe zu stellen und einen nicht unbeträchtlichen teil Ihrer Freizeit zu opfern. Besonderer Dank gilt an dieser Stelle noch mal unserem Kameraden Herrn Klaus Huber, der sein Amt als Jugendwart 10 Jahre vorbildlich ausgeführt hat. Auch unseren Kameraden Markus Schmidt der 1991 die nachfolge für die nächsten 5 Jahre angetreten hat und den Jugendwarten Matthias Gogolin und Jürgen Bader sei an dieser Stelle nochmals herzlichst für die vorbildliche Arbeit in der Jugendfeuerwehr gedankt.
|